REZENSION | Schnee wie Asche - Sara Raasch

Ein paar Infos




Erschienen: April 2015
Verlag: Cbt Verlag
Band 1 von 3


Kurzbeschreibung


Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …

Rezension


Also erst einmal ist dieses Cover einfach eine Perfektion der Perfektion der Perfektion. Wer auch immer die Idee hatte und das umgesetzt hat: Ich ziehe meinen imaginären Hut! Sieht nämlich nicht nur sehr gut aus, sondern passt auch einfach wunderbar zur Geschichte! Auch sehr gut von cbt, dass sie das Cover so belassen haben. Der Titel dagegen gefällt mir zwar, aber so ganz Sinn ergibt er in meinen Augen nicht. Macht ja aber nichts.
Drei Sterne. das ist so eine ambivalente Meinung, dass das eigentlich alles heißen könnte und bei vielen Leuten unterschiedliches heißt. In diesem Fall bedeutet es: Schnee wie Asche war nicht schlecht. Das war es wirklich nicht und ich habe selten von Leuten gehört, die tatsächlich "schlecht" als Begriff gebraucht hätten. Es gibt verschiedene Dinge, die in dieses Urteil der Leser mitreinspielen:

1. Die Idee.
2. Der Schreibstil
3. Die Charaktere

Zur Idee kann ich nur sagen, dass sie einfach wundervoll war. Wie die Magie der jeweiligen Königreiche an verschiedene Artefakte gebunden war und wie jedes Jahreszeitenkönigreich bestimmte Eigenschaften hatte und... hachja. Auf jeden Fall eine Welt, in der es einem sehr leicht fällt, darin zu versinken.
Was den Schreibstil betrifft, so mochte ich den auch sehr gern. Gerade zum Ende hin, wo Moira in das Lager kommt... In der Szene in den Tunneln habe ich tatsächlich weinen müssen, was ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht erwartet hatte, aber Sara Raasch hat es wirklich geschafft, mich da zu packen und da zeigte sich auch, wie viel Potential eigentlich in ihr schlummert.
Was die Charaktere angeht... Ich glaube, viele mochten Moira nicht, aber mir ging es da anders. Viele ihrer Gedankengänge haben sich zwar zu oft wiederholt, aber generell war sie eine sehr starke Protagonistin und das ist etwas, das mir persönlich gerade bei High Fantasy besonders wichtig ist. Theron hat mir auch sehr gut gefallen. Mit Mather bin ich zwar nicht so recht warm geworden, aber das war in diesem Teil auch nicht notwendig.
Warum also "nur" drei Sterne? Und warum gibt es einige Leute, die das Buch sogar noch schlechter bewertet haben? Nun, auch da kann ich natürlich nur Vermutungen anstellen, aber meiner Meinung nach lag das an folgenden Dingen...

1. Die Liebesgeschichte
2. Die Erklärungen
3. Der Plot

Was die Liebesgeschichte angeht... Meeeh. Ich weiß wirklich nicht, was ich dazu sagen soll. Also das Liebesdreieck mit dem Winterprinz und dem Prinz von Cordell? Im Ernst?! Lieber Sara, ist dir da nichts besseres zu eingefallen? Und dann diese ganze Sache mit "Wir können nicht zusammen sein" bei Mather und Moira. Ne, sorry, das hab ich schon viel zu oft gelesen. Ich für meinen Teil muss auch sagen, dass da Liebesgeschichtentechnisch bei mir gar nichts rüberkam. Bei Theron und Moira schon eher als bei Mather und Moira. Aber generell lag da kaum der Fokus drauf oder ist zumindest kaum etwas passiert. Diese ganze Nebenhandlung mit der Verlobung hat mir um ehrlich zu sein auch so gar nicht gefallen.
Die Erklärungen waren ein anderes Problem. Und zwar die Erklärungen davon, wie diese ganze Welt funktionierte. Was ich mittlerweile verstanden habe ist noch immer nicht gerade viel. Am Anfang hatte ich echte Schwierigkeiten, zu verstehen, wer jetzt Herod war, weil Angra ja der Gegenspieler war, aber Herod eigentlich immer der, den man gehasst hat. Dann kamen da plötzlich noch andere Königreiche als die der Jahreszeiten, nämlich die der Rhythmen, wobei ich mich immer gefragt hab, was den Cordell ist (also vom Namen nach. Weil Frühling, Winter etc. ist ja klar xD). Und überhaupt und sowieso. Vielleicht lag das aber auch nur an mir.
Tcha und der wichtigste Punkt ist und bleibt wohl die Vorhersehbarkeit des Plots. Tut mir leid, aber das war nichts. Das war alles so offensichtlich, dass es gerade bei der großen "Wende" am Ende echt wehtat, das zu lesen.
Trotz diesen Punkten hatte das Buch aber jede Menge Potential. Ob ich den zweiten Band lese, mache ich also von meiner Lust und Laune abhängig, wenn dieser erscheint. Man kann nach dem ersten nämlich auch sehr gut aufhören ohne sich die Haare zu raufen. Zumindest meiner Meinung nach.

Fazit


Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 4 Herzen
Emotionale Tiefe: 3 Herzen
Spannung: 3 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 3 Herzen

Ein Buch mit sehr viel Potential durch die sehr tolle Idee. Allerdings auch ein sehr vorhersehbarer Plot, der es mir sehr schwer machte, mich wirklich für die Geschichte zu begeistern. Zum Ende hin konnte mich der Schreibstil aber doch noch packen.

♥♥♥

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