Rezension | Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen von Leigh Bardugo

Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen (DC Icons, #1)

My rating: 3,5 of 5 stars

Kein schlechtes Buch, aber auch kein Muss.

Reihe: Einzelband
Verlag: dtv Verlag

"Sisters in battle, I am shield and blade to you. As I breathe, your enemies will know no sanctuary. While I live, your cause is mine."

 

WORUM ES GEHT


Diana später aka. Wonder Woman lebt mit den anderen Amazonen friedlich auf Themyscira bis eine junge Frau namens Alia an den Strand der Insel gespült wird und eine seltsame Krankheit die eigentlich unantastbaren Amazonen befällt. Diana beschließt das Orakel um Hilfe zu bitten und macht sich mit Alia auf die lange Reise zu einer sagenumwobenen Quelle, die Alia von dem Fluch befreien soll, der auf ihr lastet...

WIE ES WAR


An diesem Buch habe ich fast ein Jahr lang gelesen. Ich würde nicht sagen, dass es schlecht war, aber kurz dazu, warum ich so lange gebraucht habe: Ich kenne bisher nur die neuen Wonder Woman Filme und dieses Buch ist sozusagen eine Vorgeschichte zu der Handlung in den Filmen (und damit auch den Comics, I guess?). Ich persönlich tue mich mit Vorgeschichten immer schwer, besonders wenn es um Protagonisten geht. Besonders dann, wenn die Geschichte in der Hauptstory nicht erwähnt wird. Das einzige, was ich die ganze Zeit dachte war: Wir wissen ja, dass Diana zurück zur Insel kommen wird, wofür also das Ganze?
Lassen wir das einmal außen vor, war die Geschichte nicht schlecht. Leigh Bardugos Schreibweise konnte mich wie immer voll und ganz überzeugen, allerdings fand ich, dass Diana als Charakter nicht ganz so lebhaft wirkte wie ihre anderen Charaktere. Vermutlich, weil sie sonst meist sehr fehlerfokussiert Charaktere gestaltet, was diese umso lebendiger werden lässt. Diana hat dafür allerdings im Ursprungsmaterial viel zu wenig Fehler, mit denen Leigh hier arbeiten konnte. Dafür fand ich Alia und besonders auch Nim, Alias beste Freundin, sehr gut gelungen. Generell hat mir gefallen, dass es so starke weibliche Charaktere in der Geschichte gab.
Die Handlung war in der ersten Hälfte ziemlich geradlinig und vorhersehbar, dafür wartete das Ende mit einem Plottwist auf, den wohl niemand hat kommen sehen (nicht einmal ich!). Auf den Twist bezogen bin ich allerdings etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite fand ich ihn passend für das Ende und unter Berücksichtigung, wie die Geschichte weitergeht. Auf der anderen Seite fand ich die Motive, die zum Twist geführt haben, sehr sehr schwach. Trotzdem bot das Buch dadurch zum Ende hin noch einiges an Spannung.
Was ich auch als besonders schön empfunden habe, ist, wie viel griechische Mythologie hier vorkam. Und mit viel meine ich, wie tief wir dort eintauchen. Die meisten Bücher kratzen nur an der Oberfläche, aber man hat hier gemerkt, dass Leigh Bardugo sich damit auskennt und selbst die unbekannteren Geschichten alle gelesen hat.
  • Was vorkam: Griechische Mythologie inklusive Gastauftritte einiger Götter und Göttinnen, kleine Liebesgeschichten am Rande & ein sagenumwobener Fluch
  • Wem empfehlen?: Fans von Wonder Woman oder Leser*innen, die auch gerne mal so Zwischenbücher/Füllbücher lesen.
Insgesamt war es ein Buch, das ich nicht ungerne gelesen habe, aber auch nicht wieder lesen würde und nicht wirklich als notwendig ansehe. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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